Brutal schön!

Brutal schön!
Im Juni und Juli letzten Jahres tauchte und fotografierte ich in stillgelegten Steinbrüchen, Tagebaue und Bergwerkminen in Ostdeutschland. Die gefluteten Abbauplätze für Kohle, Granit, Kalk, Kies, Porphyr, Marmor, Quarzit, Schiefer haben mich mit ihren rohen Landschaften stark beeindruckt.
Die Arbeit der Bergleute war brutal hart, enorme Kraftaufwände waren für die Rohstoffgewinnung nötig. Die gefluteten Brüche erscheinen mir wie Grossgebäude aus der Nachkriegszeit, im Architekturstil des Brutalismus: kantig, grob, direkte Linien, unverarbeitet, nicht zimperlich. Die Wände wirken wie Skulpturen, dramatische Formen erzeugen Körperlichkeit, sie haben Parallelen zu den rohen Betonmonster aus dieser Architekturepoche.